Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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Meine Dienstelle und das, was wir dort 24 Stunden, 356 Tage im Jahr machten, war sowohl in der Bundesmarine als am Standort Neustadt/Holstein nicht bekannt. Für Aussenstehende ist bereits der Name Marinefernmeldesektor 73 ein wenig irreführend, denn unsere Hauptaufgabe war nicht, wie man denken konnte, der Betrieb von Fernmeldeverbindungen oder Fernmeldeeinrichtungen, sondern unsere Aufgabe war es die Fernmeldeelektronische Aufklärung für die Bundesmarine. Die Aufgabe des MARINEFERNMELDESEKTORS 73 war, die Erfassung und Bearbeitung elektromagnetischer, elektrooptischer und hydroakustischer Aus- und Abstrahlungen im Operations- und Einsatzgebiet Ostsee der Bundesmarine. Wir erfassten in dem uns zugewiesenen Bereich aus dem Äther, alles was interessant erschien, analysierten und dokumentierten die Ergebnisse für spätere Vergleiche und werteten sie aus. Unsere Ergebnisse trugen zur strategischen Frühwarnung und zum täglichen Lagebild der Flotte und des BMVs bei. Primäre Aufgabe des Marinefernmeldesektors 73 war, die Beobachtung der VOLKSMARINE DER DDR, der POLNISCHEN SEEKRIEGSFLOTTE und der BALTISCHEN ROTBANNERFLOTTE. Unter STRENG GEHEIM sind einige Aufklärungsergebnisse veröffentlicht die freigegeben wurden.



Bei der russischen Marine hat sich ein schweres Unglück auf einem U-Boot ereignet. 14 Seeleute starben infolge eines Feuers an einer Rauchvergiftung. In Branchenkreisen wird darüber spekuliert, dass sich das Unglück auf einem Atom-U-Boot vom Typ AS-12 ereignete, das in Fachkreisen auch unter den Bezeichnungen Projekt 10831 oder LOSHARIK-KLASSE bekannt ist. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag mitteilte, geschah das Unglück bereits am Montag auf einer Militärbasis in der nordrussischen Stadt Seweromorsk. Der Vorfall habe sich in den Hoheitsgewässern Russlands ereignet, teilte das Ministerium mit, als die Besatzung „den Meeresboden erforschte“. Das U-Boot befindet sich im Marinestützpunkt von Seweromorsk. Zu den Ursachen werde noch ermittelt, hieß es vom Verteidigungsministerium.




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