Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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Meine Dienstelle und das, was wir dort 24 Stunden, 356 Tage im Jahr machten, war sowohl in der Bundesmarine als am Standort Neustadt/Holstein nicht bekannt. Für Aussenstehende ist bereits der Name Marinefernmeldesektor 73 ein wenig irreführend, denn unsere Hauptaufgabe war nicht, wie man denken konnte, der Betrieb von Fernmeldeverbindungen oder Fernmeldeeinrichtungen, sondern unsere Aufgabe war es die Fernmeldeelektronische Aufklärung für die Bundesmarine. Die Aufgabe des MARINEFERNMELDESEKTORS 73 war, die Erfassung und Bearbeitung elektromagnetischer, elektrooptischer und hydroakustischer Aus- und Abstrahlungen im Operations- und Einsatzgebiet Ostsee der Bundesmarine. Wir erfassten in dem uns zugewiesenen Bereich aus dem Äther, alles was interessant erschien, analysierten und dokumentierten die Ergebnisse für spätere Vergleiche und werteten sie aus. Unsere Ergebnisse trugen zur strategischen Frühwarnung und zum täglichen Lagebild der Flotte und des BMVs bei. Primäre Aufgabe des Marinefernmeldesektors 73 war, die Beobachtung der VOLKSMARINE DER DDR, der POLNISCHEN SEEKRIEGSFLOTTE und der BALTISCHEN ROTBANNERFLOTTE. Unter STRENG GEHEIM sind einige Aufklärungsergebnisse veröffentlicht die freigegeben wurden.





Ukrainische Streitkräfte versenkten einen russischen Lenkwaffenkreuzer der SLAVA-KLASSE - "MOSKVA" der Schwarzmeerflotte.
Am 13. April 2022 um 22:00 Uhr tauchten erste Berichte auf, dass das Flaggschiff der russischen Schwarzmeermarine, der Lenkwaffenkreuzer "MOSKVA", von zwei NEPTUN-Anti-Schiffs-Raketen (Neptun-System feuert R-360-Marschflugkörper in geringer Höhe) getroffen wurde, im Schwarzen Meer vor dem Hafen von Odessa. Der Kreuzer soll mit 510 Besatzungsmitgliedern an Bord in Flammen gestanden haben. Am 14. April um 23:30 Uhr sagte das russische Verteidigungsministerium, dass der Lenkwaffenkreuzer "MOSKVA" gesunken sei. Nach den türkischen und rumänischen Quellen kenterte und sank der Kreuzer "MOSKVA" viel früher, kurz nachdem er getroffen worden war. Starken Gerüchten zufolge wurden 54 Besatzungsmitglieder von einem türkischen Tanker gerettet, der sich zufällig in der Nähe befand, etwa 17 Seemeilen südwestlich der Insel Zmeiniy (Snake), in der Nähe der Position, an der der Kreuzer getroffen wurde. Der Tanker verbrachte einige Zeit in der Nähe dieser Position, setzte die Fahrt fort und erreichte den Bestimmungshafen in der Donau. Russland sagte, dass alle 510 Besatzungsmitglieder auf Schiffe der russischen Marine evakuiert wurden, keine Verluste. Laut nichtrussischen Quellen gab es jedoch Opfer.




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