PROJEKT-09711 - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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AKULA III-KLASSE
Die AKULA III-KLASSE ist das dritte Baulos des Projektes 971, bei dem verschiedene Neuerungen in der elektronischen Ausrüstung und in der Geräuschdämmung verwirklicht wurden. Diese verbesserten U-Boote gehören nach russischer Kennung noch immer zum Projekt 971, obwohl sie alle über eine neue Geräuschdämmung des Maschinenabteils verfügen, welche die U-Boote um etwa zwei Meter verlängert. Nach der vorherrschenden Meinung westlicher Experten ist diese Verlängerung das Erkennungsmerkmal der AKULA II-Klasse. Die genaue Zuordnung der gebauten U-Boote zu dieser Klasse ist schwierig, da von russischer Seite keine genauen Daten zu den Abmessungen der einzelnen U-Boote des Projekts 971 veröffentlicht wurden. Als Besonderheit wird K-335 "GEPARD", das sich äußerlich von allen anderen Projekt-971-U-Booten durch einen deutlich verkleinerten Behälter für das Schleppsonar auf der Oberseite des Heckruders unterscheidet, gelegentlich fälschlich als "Projekt 971M" oder "AKULA-III KLASSE" bezeichnet. K-152 "NEPRA" wird, wegen ihrer Verwendung als Export-U-boot für Indien und einiger Abweichungen in der technischen Ausstattung, auch als "Projekt 971 I". Das U-Boot wurde am 23. September 1991 bei Sewmasch in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 17. September 1999 und die Indienststellung am 5. Dezember 2001 in der Nordflotte. Am 22. Februar 1993 wurde es in "GEPARD" umbenannt. Mitte Januar 2012 erschienen in der Presse Informationen über einen Brand auf einem Boot. Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation dementierte offiziell Informationen über den Brand und gab an, dass auf dem U-Boot ein kleines Feuer durch eine kaputte tragbare Lampe ausgebrochen sei, das schnell vom LOCH-System gelöscht wurde. Es gab keine Verletzten, keine Schäden, der Betrieb auf dem Boot verlief normal. Der Brand ereignete sich während der Wartung des U-Bootes auf der 10. Werft, eine Spirituslampe wurde von einem Fabrikarbeiter fallen gelassen, das Feuerlöschsystem funktionierte zweimal. In der Nacht des 11. Februar 2012 wurde der Kommandant der Torpedokabine, Oberleutnant Maxim Galkin, erhängt auf dem Atom-U-Boot "GEPARD" aufgefunden. Eine Voruntersuchung nach Artikel 110 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation ergab, dass es sich um Selbstmord handelte. Im März 2014 wurde der Besatzung des Atom-U-Bootes "GEPARD" aufgrund der Ergebnisse eines Berufswettbewerbs der Wanderpokal des Kommandanten der Nordflotte (SF) verliehen. Im November 2015 wurde das Atom-U-Boot "GEPARD" nach Wiederherstellung der technischen Einsatzbereitschaft auf der Nerpa-Werft wieder in Dienst gestellt. Das atomgetriebene Schiff wurde Teil der U-Boot-Streitkräfte der Nordflotte. Im Jahr 2020 wurde dem ehemaligen Kommandeur von "GEPARD", Dmitri Maslow, der Titel "Held Russlands" verliehen. Am 18. Juni 2021 führte das atomgetriebene U-Boot "GEPARD" im Rahmen einer geplanten taktischen Übung auf dem Gefechtsübungsgelände der Nordflotte in der Barentssee einen Torpedoangriff einer Abteilung imaginärer feindlicher Schiffe durch, bei dem Salven mit praktischer (Übungs-)Munition abgefeuert wurden. Die Gefechtsübung wurde als erfolgreich gewertet. Nach Abschluss des Angriffs übten die U-Bootfahrer ein Ausweichmanöver und das Entkommen vor einem Vergeltungsschlag.


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