COMINT - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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COMINT


Moderne Waffensysteme allein garantieren noch keine Sicherheit. Die politische und militärische Führung muss ständig darüber informiert sein, wie die militärische Gesamtlage aussieht. Verändern sich Truppenkonzentration oder Stärke der Seestreitkräfte im benachbarten Gebiet, werden neue Waffen eingeführt oder ändern sich Stationierungs-standorte? Zur Beantwortung dieser Fragen leistet die Fernmeldeaufklärung der Marine einen bedeutenden Beitrag. Ihre Erkenntnisse gewinnt die Fernmeldetruppe durch Auswertung elektromagnetischer Ausstrahlung, vom Land, in der Luft und zu Wasser, die sich von den Führungs- und Waffensystemen fremder Seestreitkräfte ausgehend über nationale Grenzen hinweg ausbreiten. Dazu verfügen die Marineaufklärer Antennenanlagen, Empfänger, Peilgeräte, Analyse und Datenverarbeitungsanlagen, über 3 moderne Aufklärungsschiffe, 3 Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ BREGUET 1150 ATLANTIC. Die 14 Seefernaufklärer dieses Typs wurden durch acht Luftfahrtzeuge der P-3C ORION Klasse ersetzt. Die drei Messflugzeuge der SIGNIT Version werden weiter bis Ende 2009 eingesetzt. Antennenanlagen, Empfänger, Peilgeräte, Analyse und Datenverarbeitungsanlagen. Dieser Auftrag wird durchgeführt durch Marinefernmeldestab 70 in Flensburg. Dem untersteht Marinefernmeldesektor 71 im Bradstedtlund und Marineküstenstation Marienleuchte auf Fehrman. Sowie bis zum 30.09.1992 Marinefernmeldesektor 73 in Neustadt/Holstein. Das Marinefernmeldesektor 71 ist jetzt das neue "Ohr der Marine". Hier leisten Spezialisten, Soldaten und zivile Beschäftigte, die zuvor eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen haben, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr Schichtdienst. Dazu fliegen sie Einsätze und fahren zu See. Schon heute tragen die Marineaufklärer verstärkt dazu bei, die Sicherheit von Leib und Leben unserer Soldaten bei der Flotte bei Auslandseinsätzen zu erhöhen. Die Fernmeldeaufklärung der Marine ist eine hochtechnisierte Truppe mit einem vielfältigen Aufgabenspektrum. Sie verfügt über eine grosse Anzahl an Zeit- und Berufssoldaten und Beamten mit guten Aufstiegschancen in allen Laufbahnen. Die Soldaten und die zivilen Mitarbeiter werden qualifiziert und umfassend ausgebildet und sie erhalten attraktive, finanzielle Zulagen. Grundanforderungen an die Angehörigen der ELOKA sind neben körperlicher Fitness vor allem Sprachtalent, technisches Verständnis, Lern- und Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit.

AUFKLÄRUNGSSCHIFF
"MATJATA I"
AUFKLÄRUNGSSCHIFF
"MATJATA II"
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Luzern/Switzerland 2017
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